Greenpeace-Konzept: Das Stromnetz des 21. Jahrhunderts

20. November 2009

Intelligente Stromnetze, die Verbrauch und Erzeugung aufeinander abstimmen, sind der Schlüssel zu einer sicheren Stromversorgung durch Erneuerbare Energien. Dies zeigt die Studie Erneuerbare Energieversorgung 24/7, die das Ingenieurbüro Energynautics für Greenpeace erstellt hat. Kleine dezentrale Energieerzeuger wie Solaranlagen auf Häusern lassen sich so sicher und effizient mit Großprojekten wie Offshore Windanlagen und Wüstenstrom aus Afrika vereinbaren.

Für den Klimaschutz muss der Anteil der Erneuerbaren Energien in der Europäischen Union auf bis zu 90 Prozent im Jahr 2050 steigen. Dafür müssen neue Energiequellen integriert werden und die meisten konventionellen Großkraftwerke vom Netz gehen. Gleichzeitig soll eine sichere Stromversorgung garantiert bleiben.

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Greenpeace verklagt Atomaufsichten in Bayern und Baden-Württemberg wegen Untätigkeit

19. September 2009

Greenpeace hat zwei Untätigkeitsklagen gegen die Atomaufsichten von Bayern und Baden-Württemberg bei den zuständigen Verwaltungsgerichten eingereicht. Beide Atomaufsichten haben bisher nicht auf die Anträge der Umweltorganisation auf Widerruf der Betriebsgenehmigungen für die AKW Philippsburg 1 und Isar 1 reagiert. Die AKW sind nicht gegen den Aufprall eines Verkehrsflugzeugs geschützt, der einen schweren Reaktorunfall auslösen könnte.

Greenpeace fordert von den zuständigen Ministern Markus Söder (CSU, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit) und Tanja Gönner (CDU, Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg) mit Philippsburg 1 und Isar 1 zwei der riskantesten deutschen Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen.

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Greenpeace: Mehrheit der Deutschen will den Atomausstieg

5. September 2009

Fast zwei Drittel der Bundesbürger fordern von der zukünftigen Bundesregierung, am gesetzlich verankerten Atomausstieg in Deutschland weiter festzuhalten. Dies ergab eine repräsentative Meinungsumfrage von TNS-Emnid im Auftrag von Greenpeace.

59 Prozent der Befragten lehnen die von CDU/CSU und FDP für einen Wahlsieg in Aussicht gestellte Laufzeitverlängerung alter Atomkraftwerke ab. Greenpeace fordert den Ausstieg aus der Atomkraft bis 2015 und hat mit seinem Energiekonzept Klimaschutz: Plan B 2050 nachgewiesen, wie dies umsetzbar ist.

„Das Votum der Bevölkerung ist klar und jede künftige Bundesregierung wird daran zu messen sein, ob sie den Willen der Bundesbürger umsetzt oder sich zum Handlanger der Atomindustrie macht“, sagt Mathias Edler, Atomexperte bei Greenpeace.

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Greenpeace-Aktivisten schließen AKW Krümmel

8. Juli 2009

20 Greenpeace-Aktivisten haben heute morgen die Einfahrtstore zum Pannenreaktor Krümmel zugeschweißt. An jedem der fünf Tore wurden zusätzlich eiserne Hinweisschilder mit Elektroschweißgeräten angebracht. Auf den Schildern steht: „AKW Krümmel geschlossen wegen Unzuverlässigkeit von Vattenfall“.

Ein nachdrücklicher Hinweis an die Chefin der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht und Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD), dass es nur noch von ihrem Durchsetzungswillen abhänge, ob das AKW endgültig stillgelegt werde. Laut Atomgesetz ist der Widerruf der Betriebsgenehmigung wegen erwiesener Unzuverlässigkeit des Betreibers sofort möglich. „Frau Trauernicht muss sich jetzt entscheiden: Entweder sie vertritt die Interessen der Bevölkerung oder sie stellt sich in den Dienst des Stromkonzerns“, sagt Mathias Edler, Atomexperte bei Greenpeace. „Wir wollen sie nicht daran erinnern müssen, dass sie den unkontrollierbaren Störfall hätte verhindern können, wenn es schon zu spät ist.“


Greenpeace: Atomstrom verliert bundesweit an Bedeutung

14. Juni 2009

Die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke können sofort abgeschaltet werden, ohne dass dies die Stromversorgung von Industrie und Privathaushalten in Deutschland beeinträchtigt. Nach Greenpeace-Recherchen sinkt der Anteil der sieben Alt-AKW Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland tendenziell seit 2001.

Hingegen steigt die ins Ausland exportierte Strommenge und der Anteil der Erneuerbaren Energien. Die Produktion von Strom aus Wind, Sonne und Wasser wächst so stark, dass er wegen Überproduktion zeitweise nicht mehr ins Stromnetz eingespeist werden kann.

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Greenpeace: Vattenfall besonders klimaschädlich

4. Dezember 2008

Der Energiekonzern Vattenfall agiert hochgradig klimaschädlich. Das ist das Ergebnis einer neuen Analyse von Greenpeace.

Im Schwarzbuch Vattenfall werden die verschiedenen Konzernsparten, seine Geschäftspraktiken und seine PR-Kampagnen untersucht. Zurzeit versucht Vattenfall, sich durch seine Aktion Klimaunterschrift als klimafreundlich zu verkaufen – ohne jeglichen Bezug zur Realität, wie der Report herausarbeitet.

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Greenpeace: Gorleben als Atommüllendlager ungeeignet

10. November 2008

Vor der Ausfahrt des Verladekrans in Dannenberg haben sich eben zwölf Greenpeace-Aktivisten an einen Sattelschlepper gekettet. Die Aktivisten protestieren damit gegen die Endlagerpolitik der Bundesregierung.

„Atommülllager Gorleben ungeeignet!“ ist auf einem Banner zu lesen. Der Salzstock in Gorleben hat Kontakt zum Grundwasser und ist damit als Endlager für Atommüll nicht geeignet. Dennoch hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an Gorleben als Endlager fest. Greenpeace fordert die sofortige Aufgabe des Endlagerstandortes Gorleben und eine ergebnisoffene Standortsuche.

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Greenpeace: 500-fach erhöhte Strahlung durch Atommülltransport

10. November 2008

Messungen von Greenpeace haben ergeben, dass die französischen Atommüllbehälter (TN85) deutlich mehr Neutronenstrahlung freisetzen als die alten Castor-Behälter.

Die von den neuen Behältern mit dem hochradioaktivem Atommüll ausgehende Neutronenstrahlung ist noch in 14 Metern Entfernung mit 4,8 Mikrosievert pro Stunde mehr als 500-mal höher als die zuvor gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen. Die natürliche Hintergrundstrahlung der Neutronen am gleichen Ort lag wenige Stunden vorher bei etwa 0,009 Mikrosievert pro Stunde. Damit ist die Strahlung noch einmal um 40 Prozent höher als beim Castor-Transport 2005. Zwar liegt die Strahlung vermutlich innerhalb der Grenzwerte. Dennoch würde man in direkter Nähe der Behälter innerhalb von wenigen Stunden die zulässige Jahresdosis erreichen. Greenpeace hat bislang neun der elf Atommüllbehälter gemessen.

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Greenpeace-Weltenergieplan: Klimaschutz als Konjunkturmotor

28. Oktober 2008

Klimaschutz könnte in der jetzigen Krise als Konjunkturmotor dienen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Weltenergieszenario von Greenpeace und dem Europäischen Dachverband der Erneuerbare Energien Industrie (EREC).

Demnach würde sich die für den weltweiten Klimaschutz notwendige Umstellung auf Erneuerbare Energien lohnen. Allein im Strombereich würden bis 2030 über 18 Billionen Dollar Brennstoffkosten für Kohle, Gas und Öl eingespart werden. Die Erneuerbaren Energien würden bis dahin ihren jährlichen Umsatz von derzeit 70 Milliarden Euro auf 360 Milliarden Euro verfünffachen und dann die Hälfte des weltweit benötigten Strombedarfs decken.

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Greenpeace: Gabriel versteckt brisante Klima-Studie

18. Oktober 2008

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat gestern die Leitstudie 2008 zur Energieversorgung veröffentlicht. Statt diese wie üblich mit einer Pressekonferenz zu begleiten, hat das Ministerium die Studie nur auf die eigene Homepage gestellt.

Das Gutachten bestätigt Untersuchungen von Greenpeace, nach denen die Klimaschutzziele der Bundesregierung nur noch dann erreicht werden köpnnen, wenn keine weiteren Kohlekraftwerke mehr gebaut werden. Auch müssen nach Ansicht der Gutachter vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen beschlossen werden. Die Studie des Ministeriums steht im Widerspruch zur Klimapolitik von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der sich explizit für den Neubau von weiteren Kohlekraftwerken einsetzt.

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Greenpeace: „Vattenfall verheizt das Klima“

30. September 2008

Gegen die Entscheidung zum Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg protestieren Greenpeace-Aktivisten heute Abend vor der Konzernzentrale von Vattenfall Hamburg.

Die Aktivisten projizieren auf die Fassade ein Lichtbild mit der Warnung Vattenfall verheizt das Klima. Greenpeace wirft Vattenfall vor, Hamburg mit dem Klimakiller Moorburg aus Profitinteresse auf ein überholtes Energiekonzept festzulegen und den Klimaschutz zu opfern. Die Umweltschützer fordern die Hamburger Bürger auf, den Klimaschutz selbst in die Hand zu nehmen und zu einem klimafreundlichen Stromanbieter zu wechseln.

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