Gewerkschaft NGG warnt vor sozialem Kahlschlag

29. September 2009

„Wir arbeiten mit jeder demokratischen Regierung zusammen und wir fordern, dass auch unter einer schwarz-gelben Koalition kein sozialer Kahlschlag stattfindet. Gerade in der Wirtschaftskrise zeigt sich, wie wichtig die Mitbestimmung der Betriebsräte und die Wahrung der Arbeitnehmerrechte sind. Wir brauchen keine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes oder gar eine Lockerung des Kündigungsschutzes.“ Das hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), nach der Bundestagswahl erklärt.

„Wenn jemand Hand anlegt an Arbeitnehmerrechte, wird er damit auf den erbitterten Widerstand der Gewerkschaften stoßen“, so der NGG-Chef weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe zugesagt, das Soziale nicht aus den Augen zu verlieren und die Arbeitnehmerrechte weiterhin zu sichern. Hieran müsse sie sich halten – ungeachtet der Forderungen der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände und der FDP.

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ver.di und NGG starten „Dumpinglohn-Melder“ zur Bundestagswahl

19. August 2009

Dumpinglöhnen auf der Spur: Fünf Wochen vor der Bundestagswahl wollen die Gewerkschaften ver.di und NGG eine Bestandsaufnahme der Einkommenssituation in Hamburg machen. Im Fokus dabei: die Niedriglöhne. In Hamburg sind nach Angaben von ver.di und NGG mehr als 32.000 Erwerbstätige trotz ihrer Arbeit auf staatliche Zuschüsse angewiesen.

„Die so genannten ‚Aufstocker’ können von dem, was sie mit ihrer Arbeit verdienen, nicht leben. Schuld daran sind häufig Niedriglöhne von 5,50 Euro oder weniger“, sagt Wolfgang Rose. Für den Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Hamburg ist es „ein unhaltbarer Zustand, wenn Menschen trotz Vollzeitarbeit auf Geld aus dem Hartz-IV-Topf angewiesen sind“.

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Umfrage: 72 Prozent der CDU Wähler für gesetzlichen Mindestlohn auch in Europa!

2. Juni 2009

Eine von den Gewerkschaften Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und ver.di in Auftrag gegebene Umfrage von Infratest/Dimap kommt zu einem überraschenden Ergebnis: 72 Prozent der CDU-Wähler fordern einen gesetzlichen Mindestlohn für alle Länder der EU.

Insgesamt sprechen sich 79 Prozent der Wählerinnen und Wähler für einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland aus.

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NGG: „Leiharbeit ist ein Krebsgeschwür und gehört ausgemerzt“

1. November 2008

„Leiharbeit ist ein Krebsgeschwür in unserer Gesellschaft. Deshalb muss sie ausgemerzt werden.“

Das hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Freitag auf einer Veranstaltung der Singener Gewerkschaften „Fair – Leihen – eine Illusion“ zum Tag der Leiharbeit erklärt. Auch in den Branchen der NGG nehme die Leih- und Zeitarbeit immer mehr zu. Es gebe Betriebe, in denen fast jeder dritte Beschäftigte ein Zeitarbeiter sei. Das spalte die Belegschaften und höhle die Tarifautonomie aus.

Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise nach dem Prinzip „Hire and Fire“ hätten zuallerst die Leiharbeitnehmer zu spüren. Sie stünden schon, wie die Situation in der Automobilindustrie in diesen Tagen zeige, wieder auf der Straße.

„Wir fordern, dass der Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auch für Leiharbeiter in der Bundesrepublik gilt: ‚Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit’. Hierbei geht es um mehr als nur um Geld. Es geht um Gerechtigkeit und um die Anerkennung von Arbeit“, so der NGG-Vorsitzende. „Wenn Leiharbeit, dann fair.“

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