GEW: „Schwarz-Gelb schlägt falsche Richtung ein“

9. Oktober 2009

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat CDU/CSU und FDP vorgeworfen, mit der offenbar geplanten Erhöhung der Kinderfreibeträge und einem höheren Kindergeld bildungspolitisch ein falsches Signal zu setzen. Diese Maßnahmen verschärften die soziale Spaltung der Gesellschaft und leisteten keinen wirksamen Beitrag zur Beseitigung der Kinderarmut.

„Wenn Kinder und Jugendliche von Anfang an besser gefördert werden sollen, muss mehr Geld in die Bildungsinstitutionen fließen. Wir brauchen mehr Geld für Personal und Ausstattung von Kitas und Schulen. Wir brauchen mehr Geld für den Ausbau der Ganztagsbetreuung, kostenloses Essen der Kinder in den Bildungseinrichtungen und die Abschaffung der Kindergartengebühren. Diese Investitionen kommen den sozial schwächeren Kindern und Familien, die insbesondere Hilfe und Unterstützung benötigen, zu Gute. Sie sind ein sinnvoller Beitrag zur gezielten Bekämpfung der Kinderarmut“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Freitag in Frankfurt a.M. mit Blick auf die zurzeit laufenden Koalitionsverhandlungen. „Mit der Erhöhung der Kinderfreibeträge betreiben die künftigen Koalitionäre Klientelpolitik. Dieses Geld kommt nur bei gut und best verdienenden Familien an. Kinder von Hartz IV-Empfängern gehen dagegen leer aus.“ Der Grund: Die Erhöhung des Kindergeldes werde voll auf die Hartz IV-Sätze angerechnet.

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GEW: Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft

3. Juli 2009

Fast 150.000 Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes haben sich in den vergangenen Wochen bundesweit an den Streikaktivitäten beteiligt. Dies ist der größte Streik, den es in Deutschland im Sozial- und Erziehungsdienst je gegeben hat.

Norbert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wies darauf hin, dass es in dieser Auseinandersetzung auch um die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft gehe. Den Rest des Beitrags lesen »


15.06.09: Aufruf zum Bildungsstreik 2009

20. Mai 2009

Bildungsstreik 2009

Aufruf in weiteren Sprachen: Strike call | Appel à la grève | Призив към стачка

Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar! Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den sogenannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher “Reformen” geraten: Bildungsgebühren und die Privatisierung treffen uns alle!

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GEW fordert Schulstartgelder für Kinder aus Hartz IV-Familien bis zum 13. Schuljahr

16. Dezember 2008

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat gefordert, Kindern aus Hartz IV-Familien die Schulstarthilfen bis zum 13. Schuljahr zu zahlen.

„Gerade diese Kinder werden von höherer Bildung systematisch ausgegrenzt, wenn ihnen die Schulstart-Gelder nach Klasse 10 gekappt werden. Damit werden die Selektivität des deutschen Schulsystems und die Abhängigkeit des Bildungserfolges der Kinder von ihrer sozialen Herkunft noch verstärkt. Das ist ein bildungspolitischer Tiefschlag“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne in Frankfurt a.M mit Blick auf die heutige Sitzung des Vermittlungsausschusses.

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GEW: „Schüler melden sich zu Recht laut und deutlich zu Wort“

12. November 2008

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt, dass sich die Schülerinnen und Schüler heute bundesweit laut und deutlich zu Wort melden.

„Schülerinnen und Schüler brauchen – ebenso wie die Lehrkräfte – gute Schulen und gute Lernbedingungen. Nur so können Bildungsprozesse gelingen. Die Forderungen der Schüler decken sich mit vielen Vorschlägen zur qualitativen Verbesserung des Schulwesens, die die GEW gemacht hat“, sagte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule und stellvertretende Vorsitzende, in Frankfurt am Main mit Blick auf die bundesweiten Protestaktionen der Schülerinnen und Schüler.

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GEW: „Dr. Oetker – kein Rezept für gute Lehre“

11. November 2008

„Es ist erfreulich, dass die Kultusministerkonferenz (KMK) endlich auch die Lehre in den Blick nimmt, wenn sie von Exzellenz spricht. Die angekündigte Exzellenzinitiative für die Lehre ist aber nicht mehr als ein Feigenblatt, das die Misere an den Hochschulen bestenfalls notdürftig kaschieren kann“, kritisierte das für Hochschulen verantwortliche Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Andreas Keller, mit Blick auf den „Wettbewerb exzellente Lehre“. KMK und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft stellten das Projekt heute gemeinsam vor.

Keller warnte die Länder vor einem Ablenkungsmanöver von dem Kernproblem der aktuellen Hochschulmisere. „Wir brauchen mehr Studienplätze für immer mehr Studienberechtigte und wir brauchen mehr Qualität in der Lehre durch eine bessere Betreuung der Studierenden. Bund und Länder müssen zuerst die anhaltende Unterfinanzierung der Hochschulen beseitigen und Grünes Licht für den ‚Hochschulpakt II’ geben“, forderte der GEW-Sprecher. Er erinnerte daran, dass Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Wissenschaftsrat (WR) den zusätzlichen Bedarf für den Ausbau der Hochschulen und die Verbesserung der Qualität der Lehre auf 3,7 Milliarden Euro pro Jahr beziffert hatten.

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GEW schlägt Generationen-Pakt für Bildung vor

5. November 2008
GEW

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Deutschland muss sich entscheiden: Wollen wir Millionen-Erben steuerfrei stellen oder soll massiv in den Ausbau guter Kindergärten, Schulen und Hochschulen sowie die Weiterbildung investiert werden? Um diese Grundsatzfrage geht es bei der Erbschaftsteuer.

Vier Milliarden Euro nehmen die Länder bisher über diese Steuer ein. Mit diesem Geld lassen sich bundesweit beispielsweise rund 85.000 Sozialarbeiter an Schulen einstellen, das sind für jede Schule in Deutschland zwei dringend benötigte Stellen. Wir brauchen einen Generationen-Pakt für Bildung. Die Erbschaftsteuer muss maßvoll erhöht werden. Die Einnahmen können in Kindergärten, Schulen, Hochschulen und der Weiterbildung gut gebraucht werden. Schließlich haben Bund und Länder beim Dresdener Bildungsgipfel vereinbart, zusätzliche Milliarden in das Bildungswesen zu investieren. Ohne zusätzliche Gelder aus der Erbschaftsteuer sind diese Beschlüsse schon heute Makulatur“, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Thöne, mit Blick auf die laufenden Verhandlungen der Großen Koalition.

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GEW: „Merkels ‚Bildungsrepublik Deutschland’ ist tot“

23. Oktober 2008
GEW

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Die Bundeskanzlerin hat mit ihrem Projekt Bildungsgipfel Schiffbruch erlitten. Die Ministerpräsidenten der Länder haben den Bildungsgipfel geschliffen. Der Kirchturm-Föderalismus hat gesiegt.

Das Dresdener Treffen ist leider ein Gipfel der Unverbindlichkeiten. Von einer nationalen Strategie zur Weiterentwicklung des Bildungswesens, bei der Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen, kann keine Rede sein“, sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die heute vorgestellten Ergebnisse des Bildungsgipfels der Bundeskanzlerin.

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GEW: „Erfolgsmeldungen verkünden nur die halbe Wahrheit“

13. Oktober 2008

„Die Erfolgsmeldung der Bundesanstalt für Arbeit (BA) zur Ausbildungsbilanz spiegelt nur die halbe Wahrheit wider. Auch wenn eine positive Tendenz zu erkennen ist, gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Die Unternehmen haben von der günstigen Konjunktur profitiert und mehr Ausbildungsplätze geschaffen“, sagte Stephanie Odenwald, für berufliche Bildung verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die heute vorgestellten Zahlen zum Abschluss des Ausbildungsjahrs. Zudem sei die Zahl der Bewerber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 114 000 gesunken.

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GEW: „CDU zündet Nebelkerzen!“

13. Oktober 2008

Die CDU zündet Nebelkerzen. Während die Partei im Konrad-Adenauer-Haus Hochglanz-Beschlüsse zur Bildungspolitik präsentiert und sich um etwas Vorzeigbares müht, kochen die Unions-Ministerpräsidenten im Hinterzimmer Angela Merkels Bildungsgipfel klein. Dabei ist das vorliegende CDU-Programm schon – um es freundlich zu sagen – sehr mager. Will die Bundeskanzlerin ihre Glaubwürdigkeit behalten, muss sie ihre ganze Autorität einsetzen, um die CDU-Ministerpräsidenten auf Linie zu bringen. Nur so kann der Bildungsgipfel noch ein Schritt in die richtige Richtung werden“, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Thöne, heute mit Blick auf den bildungspolitischen Beschluss des CDU-Präsidiums.

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GEW: Für einen gebührenfreien europäischen Hochschulraum

26. September 2008

„Grenzüberschreitende Mobilität im europäischen Hochschulraum darf kein Privileg wohlhabender Studierender aus bildungsnahen Elternhäusern bleiben“, forderte das für Hochschule und Forschung zuständige Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Andreas Keller, mit Blick auf die neue „Eurostudent“-Studie.

„Mit der europaweiten Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen ist es nicht getan: Die europäischen Regierungen, Bund, Länder und Hochschulen müssen jetzt endlich die soziale Dimension des Bologna-Prozesses in den Blick nehmen.“

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