IMK: Einstieg in kapitalgedeckte Alterssicherung hat Wirtschaftsentwicklung merklich gedämpft

16. November 2009

Die kapitalgedeckte Altersvorsorge in Form der Riester-Rente soll zukünftigen Rentnern eine auskömmliche Rente ermöglichen, obwohl das Niveau der gesetzlichen Rente durch verschiedene Reformen deutlich sinken wird. Gesamtwirtschaftlich gesehen wäre es jedoch effizienter gewesen, die Stärken der gesetzlichen Rente zu erhalten und das Umlagesystem über weitere Steuertransfers zu unterstützen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung.

„Die zunehmende Überalterung unserer Gesellschaft erzwingt unausweichlich in Zukunft höhere absolute und relative Ausgaben für Renten, Pflege und Gesundheit“, schreiben die Wissenschaftler in ihrer Studie, die heute als IMK Report erscheint.* „Die Finanzierung dieser höheren Ausgaben lässt sich durch einen Übergang zu einem kapitalgedeckten Rentensystem, in dem zuvor ein Kapitalstock angespart wird, auch nicht besser bewältigen als im traditionellen Umlagesystem.“ Längerfristig seien mit der Kapitaldeckung keine höheren Renditen zu erzielen. Zudem sei das Kapitaldeckungsverfahren kurzfristig weitaus anfälliger für weltwirtschaftliche Krisen, wie derzeit die hohen Verluste von privaten Pensionsplänen in den USA zeigen.

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IMK: In Konjunkturpaketen vorgesehene Steuersenkungen bringen Kommunen Milliardenausfälle

28. Januar 2009

Sie sind das Herzstück des Konjunkturpakets: Mehr Investitionen in Städten und Gemeinden. Doch die ebenfalls beschlossenen Steuersenkungen bescheren den Kommunen gleichzeitig Einnahmeausfälle in Milliardenhöhe.

Das zeigt eine neue Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung.

Für die konjunkturelle Belebung bringen Steuer- und Abgabensenkungen wenig, betonen die Forscher des IMK. Ein wesentlicher Teil des dafür aufgewendeten Geldes fließe nicht in den Konsum, sondern bleibe auf den Sparkonten. Doch nicht nur das: Die Steuersenkungen werden auch die Finanzkraft der Kommunen erheblich schwächen, hat der IMK-Steuerexperte Dr. Achim Truger errechnet. Dadurch werde das Hauptziel des Milliardenpakets, Städten und Gemeinden dringend notwendige Investitionen in Schulen, Krankenhäuser und andere kommunale Einrichtungen zu ermöglichen, „spürbar konterkariert“.

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IMK: Am Rande des Abgrunds. Prognose der wirtschaftlichen Lage 2009

18. Dezember 2008

Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung

Die Konjunktur befindet sich weltweit im freien Fall. Dabei verstärken sich die Finanzmarktkrise und der Konjunktureinbruch wechselseitig. Im Gleichschritt mit der Weltwirtschaft befindet sich Deutschland auf dem Weg in eine tiefe Krise.

2009 kommt es sowohl zu einem Einbruch der Exporte als auch der Ausrüstungsinvestitionen. Die schon lag anhaltende Konsumschwäche wird sich fortsetzen. Insgesamt beträgt der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Aktivität in diesem Jahr noch 1,6%, im Jahr 2009 kommt es zu einem Rückgang um 1,8%. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich massiv verschlechtern.

Download: http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_35_2008.pdf


Neuer europäischer Arbeitskostenvergleich des IMK

25. November 2008

Deutsche Arbeitskosten nur gering gewachsen – weltweite Krise zeigt Risiken einseitiger Exportorientierung

Deutschland liegt bei den Arbeitskosten für die Privatwirtschaft weiterhin im Mittelfeld der europäischen Staaten – an achter Stelle. 2007 sind die deutschen Arbeitskosten erneut weitaus langsamer gestiegen als im Durchschnitt von EU und Eurozone. Dieser Trend zeigt sich seit rund einem Jahrzehnt sowohl für das Verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor und dürfte sich 2008 fortgesetzt haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung auf Basis der aktuellen europäischen Daten.

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IMK: Konjunkturpaket der Bundesregierung ist zu klein und setzt auf falsche Instrumente

18. November 2008

Das Maßnahmenpaket, mit dem die Bundesregierung Konjunktur und Arbeitsmarkt stützen will, ist unzureichend. Das liegt am zu geringen Umfang ebenso wie an Defiziten in der Struktur des Programms.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. „Ein klug und angemessen geschnürtes Konjunkturpaket könnte durchaus erfolgreich sein. Und glücklicherweise hat der Staat zurzeit genug finanziellen Spielraum, um konsequent zu handeln. Doch jetzt ist die Gefahr groß, dass wir eine wichtige Chance vergeben, die deutsche Wirtschaft vor einer lang anhaltenden Schwächephase zu bewahren“, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK.

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Arbeitsmarkt: Sockelarbeitslosigkeit ist bislang nicht gesunken

18. September 2008

Erstmals in 30 Jahren soll seit dem Sommer 2007 die Arbeitslosigkeit niedriger sein als am Ende früherer Boom-Phasen. So lässt es sich jedenfalls an den Daten der Bundesagentur für Arbeit ablesen. Diese sind jedoch mit früheren Zahlen nur bedingt vergleichbar.

Wenn Ökonomen über das Thema diskutieren, sprechen sie von Sockelarbeitslosigkeit: der Anteil der Arbeitslosen, der selbst dann ohne Beschäftigung bleibt, wenn es der Wirtschaft hervorragend geht. Seit den 70er-Jahren ist die Sockelarbeitslosigkeit – gemessen in absoluten Zahlen – stetig gestiegen. Als ein Grund wird genannt: Während der Krisenphasen sind die Qualifikationen vieler Langzeitarbeitsloser verfallen. In einer Arbeitswelt, die sich zunehmend schneller wandelt, finden diese Menschen auch im Boom nicht mehr in den Arbeitsmarkt zurück.

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IMK senkt Konjunkturprognose – Rezessionsgefahr

16. September 2008

Die Krise auf den internationalen Finanzmärkten schwächt auch die deutsche Wirtschaft zusehends.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird zwar 2008 noch einmal um 1,7 Prozent im Jahresdurchschnitt wachsen. Diese relativ hohe Rate beruht aber auf Sondereffekten und spiegelt den starken Verlust an konjunktureller Dynamik nicht wider. Denn sowohl die Nachfrage nach Investitionsgütern als auch die Auslandsnachfrage sind bereits in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen. Der private Konsum kann die Konjunktur weiterhin nicht stützen, wenn die Reallohnentwicklung weiter relativ schwach bleibt und der Arbeitsplatzaufbau zum Stehen kommt.

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IMK: Frankreich – Ein Vorbild für Deutschland?

6. September 2008

Ein Vergleich wirtschaftspolitischer Strategien mit und ohne Mindestlohn
IMK Report Nr. 31 – Gustav A. Horn, Heike Joebges, Camille Logeay, Simon Sturn

In Deutschland wird im Kontext der Diskussion um Mindestlöhne häufig der Eindruck erweckt, dass die französische Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wegen zu hoher Mindestlöhne von Arbeitslosigkeit und Jobverlusten gekennzeichnet sei. Untersucht man jedoch die französische Wirtschaftsentwicklung genauer, lässt sich dieses Urteil nicht halten.

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IMK: Aufschwung ist auch in seiner Spätphase an den meisten Haushalten vorbeigegangen

28. August 2008

Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen drei Jahre ist auch in seiner Spätphase an den meisten Beschäftigten, Rentnern und Beziehern von Sozialleistungen vorbeigegangen. Das zeigt eine neue Untersuchung, mit der das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung seine Studie „Wer profitierte vom Aufschwung?“ fortschreibt.

Die IMK-Forscher Dr. Camille Logeay und Dr. Rudolf Zwiener bezogen in ihre neue Analyse die aktuellsten verfügbaren Daten mit ein, die das erste Quartal 2008 einschließen. Sie erscheint in der neuen Ausgabe der WSI Mitteilungen.*

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