IAB: Zahl der offenen Stellen deutlich zurückgegangen

18. Mai 2009

Im ersten Quartal 2009 gab es 870.000 offene Stellen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das sind 221.000 weniger als im Vorquartal IV/2008 und 273.000 weniger als im Vorjahresquartal I/2008.

Nach dem noch moderaten Rückgang der Stellenangebote im vierten Quartal 2008 habe die Wirtschaftskrise mit der üblichen Verzögerung von einigen Monaten inzwischen deutliche Spuren auf dem Stellenmarkt hinterlassen, so die Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Der Rückgang im ersten Quartal 2009 betraf nahezu ausschließlich Westdeutschland. Die ostdeutsche Wirtschaft ist weniger exportabhängig und daher von der Wirtschaftskrise bislang auch weniger hart betroffen.

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IAB: Acht von zehn beziehen Hartz IV bereits länger als ein Jahr

9. März 2009

Bei der Einführung von Hartz IV im Januar 2005 waren gut 6 Millionen Personen auf die neue staatliche Hilfe angewiesen. Mehr als 3 Millionen von ihnen bekamen die Unterstützung durchgehend bis Dezember 2007. Lange Bezugsdauern und wiederholte Bedürftigkeit prägen Hartz IV, zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 78 Prozent der Hartz-IV-Empfänger im Dezember 2007 bezogen die staatliche Unterstützung bereits mindestens 12 Monate am Stück.

Insgesamt nahmen von 2005 bis 2007 fast 12 Millionen Personen mindestens einen Monat Hartz-IV-Leistungen in Anspruch. Das entspricht 18 Prozent der Bevölkerung bis 65 Jahre. Über 65-Jährige haben definitionsgemäß keinen Anspruch auf Hartz IV.

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IAB: Hartz IV trotz Arbeit wegen Niedriglohn und Arbeitszeit

26. Januar 2009

Rund 1,35 Millionen Erwerbstätige benötigen trotz Arbeit ergänzend Arbeitslosengeld II. Dabei handelt es sich aber nur selten um Vollzeitbeschäftigte, die ausschließlich aufgrund geringer Stundenlöhne bedürftig sind, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die meisten der sogenannten „Aufstocker“ arbeiten weniger als 35 Stunden pro Woche. Einer Ausweitung der Arbeitszeit stehen häufig gesundheitliche Einschränkungen, eine fehlende Berufsausbildung und mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten entgegen. Befragungsergebnisse würden auf eine in der Regel hohe Arbeitsmotivation der Betroffenen hinweisen, betonen die Nürnberger Arbeitsmarktforscher.

Die Aufstocker in Westdeutschland verdienen durchschnittlich sieben Euro pro Stunde brutto, die Aufstocker in Ostdeutschland sechs Euro. Die Mehrheit der ostdeutschen Singles und Alleinerziehenden bekommt sogar weniger als fünf Euro brutto in der Stunde bezahlt.

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IAB: In Deutschland zählen fünf Prozent der Vollzeit-Erwerbstätigen zu den „Working Poor“

15. Januar 2009

In den Jahren 1999 bis 2005 verdoppelte sich der Anteil der Armutsgefährdeten unter den Vollzeit-Erwerbstätigen von drei auf sechs Prozent. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)*. Im Jahr 2006 sank die Quote zwar wieder um einen Prozentpunkt auf fünf Prozent. Durch die Folgen der Finanzkrise sei dieser Rückgang aber wieder gefährdet, befürchten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher.

Von einer Annäherung an amerikanische Verhältnisse könne aber nur bedingt gesprochen werden, so die IAB-Studie, „eher von einem in beiden Ländern gemeinsamen Trend zum allmählichen Anstieg der Erwerbsarmut“. In den USA lag der Anteil der von Armut Gefährdeten unter den Vollzeit-Erwerbstätigen im gesamten Zeitraum über zehn Prozent. Als armutsgefährdet gilt, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens verfügt. In Deutschland lag die Schwelle im Jahr 2006 für einen Alleinstehenden bei 837 Euro, für ein Paar mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 1758 Euro Netto-Haushaltseinkommen.

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IAB: Berufliche Rehabilitation wird seltener anerkannt

22. Dezember 2008

Während im Jahr 2002 mehr als 100.000 Personen bei der Bundesagentur für Arbeit als berufliche Rehabilitanden anerkannt wurden, waren es 2007 nur noch rund 75.000.

Mit dem Inkrafttreten des Sozialgesetzbuchs II im Zuge der Hartz-IV-Reform hat sich dieser Trend verstärkt. Für Arbeitslosengeld-II-Empfänger wurde der Prozess der Anerkennung komplizierter. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Universität Halle.

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IAB: Fünf Prozent der Beschäftigten trifft 50 Prozent der Arbeitslosigkeit

18. Dezember 2008

Die Hälfte des Arbeitslosigkeitsvolumens konzentriert sich auf fünf Prozent der Beschäftigten. Dagegen waren mehr als 60 Prozent der zwischen 1950 und 1954 Geborenen im Alter von 25 bis 50 Jahren nie arbeitslos. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind Ausländer und Personen ohne Berufsausbildung.

In ihrer Studie analysieren der IAB-Direktor Joachim Möller und sein Mitarbeiter Achim Schmillen die Erwerbsverläufe in den alten Bundesländern zwischen 1975 und 2004. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Menschen werden in weiten Teilen ihres Erwerbslebens nie arbeitslos, einige wenige dagegen immer wieder. Auf diese fünf Prozent konzentriert sich die Hälfte des Arbeitslosigkeitsvolumens (gemessen in Tagen der Arbeitslosigkeit).
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Hartz IV: Nur jeder Dritte unter 30 schafft den Ausstieg

27. November 2008

Rund 40 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren, die im Januar 2005 Arbeitslosengeld II bezogen, waren bis Ende 2006 durchgehend auf diese Leistung angewiesen. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Rund 60 Prozent der jungen Arbeitslosengeld-II-Bezieher konnten innerhalb des Beobachtungszeitraums von zwei Jahren ihre Hilfebedürftigkeit überwinden. Doch fast die Hälfte dieser Gruppe hat im selben Zeitraum zumindest vorübergehend erneut Arbeitslosengeld II in Anspruch nehmen müssen. Nur rund ein Drittel der jungen Erwachsenen hat in den zwei Jahren den Ausstieg aus der Hilfebedürftigkeit dauerhaft geschafft.

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IAB: 130.000 weniger offene Stellen im dritten Quartal

17. November 2008

Im dritten Quartal 2008 gab es rund eine Million offene Stellen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das sind 130.000 weniger als im Vorquartal II/2008 und 250.000 weniger als im Vorjahresquartal III/2007.

Vor allem die Zahl der später zu besetzenden Stellen sei deutlich zurückgegangen. Diese sei bereits seit vier Quartalen rückläufig. Auf mittlere Sicht werde das Stellenangebot voraussichtlich weiter abnehmen, erwarten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher.

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IAB: Fast jede zweite Neueinstellung ist befristet

13. November 2008

43 Prozent der im Jahr 2006 abgeschlossenen Arbeitsverträge waren befristet. Im Jahr 2001 lag der Anteil der Befristungen dagegen erst bei 32 Prozent, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der soeben erschienenen Ausgabe 1/2008 der Zeitschrift IAB-FORUM.

Im öffentlichen Dienst sind sogar zwei Drittel der neuen Arbeitsverträge befristet. Auch in den Branchen Gesundheit/Sozialwesen und Erziehung/Unterricht sowie bei den Nonprofit-Organisationen könnten Befristungen heute schon als das „Normaleinstellungsverhältnis“ bezeichnet werden, schreibt der Nürnberger Arbeitsmarktforscher Christian Hohendanner im IAB-FORUM.

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IAB: Arbeitslose profitieren von mehr Arbeitsvermittlern

1. November 2008

Arbeitslose haben deutlich mehr Chancen, Arbeit zu finden, wenn sie von Anfang an intensiv betreut werden. Das zeigen die Ergebnisse eines Modellprojekts, in dem getestet wurde, ob ein personell verstärktes Vermittlerteam in den Arbeitsagenturen Arbeitslose schneller und dauerhafter vermitteln kann. Aus einer Begleitstudie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht hervor, dass der Nutzen am größten ist, wenn die intensive Betreuung gleich zu Beginn der Arbeitslosigkeit einsetzt.

„Mehr Personal kostete zwar mehr Geld, konnte aber auch schneller und besser vermitteln“, stellen die Arbeitsmarktforscher in ihrer Studie fest.

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Situation am Ausbildungsstellenmarkt laut IAB immer noch nicht zufriedenstellend

26. Oktober 2008

Fast 80 Prozent der ausbildungsberechtigten Betriebe haben sich im Zeitraum 2001 bis 2007 an der Ausbildung von Jugendlichen beteiligt, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Dieser Anteil ist weitaus höher, als aus einer jährlichen Betrachtungsweise hervorgeht. Im Jahr 2007 bildete zum Beispiel nur jeder zweite Betrieb mit Ausbildungsberechtigung auch aus. „Bei der Mehrheit der ausbildungsberechtigten Betriebe geht es somit nicht darum, sie überhaupt zur Ausbildung zu motivieren, sondern vielmehr um eine Verstetigung der Ausbildungsaktivitäten“, so der Arbeitsmarktforscher Florian Janik.

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