Sozialleistungen zur Armutsvermeidung in den Hamburger Stadtteilen 2008

Posted: 13. Januar 2010 in Statistik-Nord
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Am Jahresende 2008 lebten in Hamburg 13 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner von staatlichen Transferleistungen zur Sicherstellung der laufenden Lebensführung. Am höchsten war die Hilfequote mit fast 30 Prozent im Stadtteil Veddel.

Von Jenfeld und Billstedt im Osten Hamburgs zieht sich ein Gürtel von Stadtteilen mit hohen Empfängerquoten über Veddel und Wilhelmsburg bis zum Stadtteil Harburg. Außerhalb dieses Raumes treten die innenstadtnahen Stadtteile St. Pauli und Altona-Altstadt sowie Lurup, Steilshoop, Dulsberg, Allermöhe und Hausbruch als Stadtteile mit besonders hohen Hilfequoten hervor.

In knapp einem Drittel aller Stadtteile lag der Anteil der Transferleistungsbezieherinnen und -bezieher unter acht Prozent. Dies sind die Elbvororte (von Rissen bis Othmarschen) und Bereiche nah der Außenalster (zum Beispiel Rotherbaum, Harvestehude, Uhlenhorst, Winterhude). Auch im Bereich Alstertal/Walddörfer, in großen Teilen der Vier- und Marschlande sowie in drei kleineren Stadtteilen am südlichen Stadtrand (Marmstorf, Langenbek, Rönneburg) waren nur vergleichsweise wenige Einwohnerinnen und Einwohner auf existenzsichernde staatliche Hilfe angewiesen. Dies gilt ebenso für die Stadtteile Marienthal und HafenCity.

Für die hier dargestellten Zahlen wurden erstmals Ergebnisse aus verschiedenen Sozialleistungsstatistiken auf Stadtteilebene zusammengeführt, um die Gesamtheit der Empfängerinnen und Empfänger von staatlichen Transferleistungen zur Sicherstellung der laufenden Lebensführung darzustellen.

Dazu zählen zum einen die Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld („Hartz IV“). Außerdem gehen die Ergebnisse der beim Statistikamt Nord geführten Erhebungen über Bezieherinnen und Bezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen sowie von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in die Darstellung ein.

Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

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