Kernkraftwerk Krümmel abgeschaltet

Im Kernkraftwerk Krümmel kam es zu einer Reaktorschnellabschaltung. Ursache für den Störfall waren nach ersten Angaben des Betreibers Probleme mit einem Maschinentransformator.

Durch einen Defekt an diesem Trafo sei es in der Folge zu einer Unterspannung an zwei von vier Eigenbedarfsschienen des Kernkraftwerks gekommen, mit der Folge einer automatischen Abschaltung. Die Atomaufsicht hat unverzüglich Sachverständige zur Ursachenklärung hinzugezogen und in die Anlage geschickt.

Entgegen erster Informationen wurde die Atomaufsicht nicht vom Betreiber des Kernkraftwerks Krümmel über die Reaktorschnellabschaltung informiert, sondern vom Lagezentrum des Innenministeriums.

Zu der Reaktorschnellabschaltung im Kernkraftwerk Krümmel erklärt die für die Atomaufsicht zuständige Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht: „Angesichts der Ereignisse im Zusammenhang mit dem Wiederanfahren des Kernkraftwerks Krümmel habe ich eine erneute Zuverlässigkeitsprüfung des Betreibers veranlasst. Das Unternehmen hat die Verantwortung für einen sicheren Betrieb des Kernkraftwerks. Vattenfall ist jetzt in der Pflicht, weitreichende Konsequenzen aus dem jüngsten Störfall zu ziehen. Dies habe ich Vattenfall-Europe-Chef Hatakka unmissverständlich deutlich gemacht.“

Quelle: Schleswig-Holstein

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