ver.di Hamburg: Miese Arbeitsbedingungen in den STILKE-Filialen

Posted: 11. Juni 2008 in ver.di Hamburg
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ver.di fordert gebührenden Umgang mit Beschäftigten.

Seit einiger Zeit suchen die Beschäftigten von STILKE verstärkt arbeitsrechtliche Beratung bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und bitten um Unterstützung bei den immer schwieriger werden Arbeitsbedingungen.

STILKE, die Hamburger Bahnhofsbuchhandlung, gehört dem schweizer Konzern Valora. Dieser Konzern ist gleichzeitig auch Betreiber der Bahnhofsketten BHG, Sussmann’s Presse und Buch und k Presse und Buch und der Valora Retail Betreibergesellschaft mbH (VRB).

Zu STILKE gehören in Hamburg und im nord-deutschen Raum noch ca. 35 Filialen. In 27 Filialen arbeiten ca. 230 Kolleginnen und Kollegen, die bei STILKE angestellt sind, das Personal der restlichen Filialen wird von einer Betreibergesellschaft gestellt. Diese Betreibergesellschaft wiederum ist zuständig für alle VRB-Unternehmen.

„Valora zeichnet sich aus durch miese Arbeitsbedingungen, Flucht aus dem Tarifvertrag und Missachtung der menschlichen Arbeitskraft“, so der Betriebsrat von STILKE. „Wir haben Sorge, dass das Unternehmen STILKE von der Betreibergesellschaft VRB endgültig geschluckt wird und alle Regeln und Verträge endgültig außer Kraft gesetzt werden.“

Dazu Katharina Sehne, zuständige ver.di-Sekretärin: „Der Umgang mit den Beschäftigten bei STILKE ist für ver.di mehr als fraglich. Wer dem Unternehmen nicht passt, wird u.a. solange unter Druck gesetzt, bis er das Feld räumt. Aufhebungsverträge werden unter Druck abgeschlossen, Beschäftigte werden zur Unterschrift der Kündigung gezwungen und Einsatzpläne werden ohne Rücksicht auf die persönlichen Belange der Beschäftigten aufgestellt – um nur einige Beispiele zu nennen.
Hinter all diesem Gebaren steckt für uns das Ziel, STILKE endgültig zu zerschlagen, denn bei STILKE gilt der Tarifvertrag des Einzelhandels und ein gewählter Betriebsrat setzt sich seit Jahren für die Kolleginnen und Kollegen ein.
Nach einer Zerschlagung würde VRB die ehemaligen STILKE-Filialen weiter betreiben, dann allerdings mit geänderten Verträgen, mit weniger Lohn, vorrangig befristeten Arbeitsverträgen und mit einer Arbeitnehmervertretung, die bis heute niemand kennt.“

Die bei ver.di Zuständigen für den Einzelhandel und der Betriebsrat von STILKE werden den Beschäftigten die notwendige Unterstützung geben und sie in Gesprächen stark machen.

„Wir fordern STILKE und damit Valora auf, mit der Belegschaft sozialpartnerschaftlich umzugehen – ohne psychischen Druck auf die Mitarbeiter und ohne arbeitnehmerfeindliches Geschäftsgebaren. Sollte sich der Zustand nicht ändern, werden wir uns weitere Schritte vorbehalten“, kündigt Sehne an.

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